Veröffentlicht am: 29.07.2021

„Kohlenstoff-Vorteile von Cloud Computing“ – eine Studie von Microsoft

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Dies ist Teil 2 unserer Blog-Reihe zum Thema Neo-Ökologie. Hier geht’s zu Teil 1!

In der Studie „Kohlenstoff-Vorteile von Cloud Computing“ geht Microsoft insbesondere auf die hohe Nachfrage an immer mehr Rechenleistung und den daraus resultierenden Umweltauswirkungen ein. Dazu hat Microsoft externe Experten mit der Durchführung der o.g. Studie beauftragt und ließ die Microsoft Cloud mit herkömmlichen Bereitstellungen von Unternehmensdatencentern gegenüberstellen.  

Die Ergebnisse zeigen, dass die Microsoft Cloud beeindruckende Nachhaltigkeitsvorteile aufweist und ein großes Potenzial an Möglichkeiten für Unternehmen bietet, den CO2-Fußabdruck für eine nachhaltigere Zukunft maßgeblich zu verringern. Cloud Computing ermöglicht es heute, große Datenmengen zu sammeln, zu analysieren und zu speichern, die Gesamtbetriebskosten der IT zu senken und die unternehmerische Flexibilität zu erhöhen. Um die Kernaussage zu untermauern, gab Microsoft die o.g. Studie in Auftrag, um den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen von vier Anwendungen in der Microsoft Cloud und entsprechenden lokalen Szenarien zu vergleichen: 

  • Microsoft Azure Compute 
  • Microsoft Azure-Speicher 
  • Microsoft Exchange Online
  • Microsoft SharePoint Online

Diese Cloud-Anwendungen wurden ausgewählt, da sie zusammen gefasst etwa die Hälfte des Energieverbrauchs ausmachen. Betrachtet wurde der gesamte Lebenszyklus von Computerszenarien, also von der Herstellung bis zum Ende der Lebensdauer. 

Die Ergebnisse zeigen auf, dass die Microsoft Cloud mit den o.g. Anwendungen zwischen 22 bis 93 Prozent energieeffizienter sind als traditionelle Rechenzentren. Die CO2-Effizienz in der Microsoft Cloud liegt beim Einsatz von erneuerbaren Energien bei 72 bis 98 Prozent höher als in klassischen On Premise betriebenen Rechenzentren. Die Einsparungen sind auf vier Hauptfunktionen der Microsoft Cloud zurückzuführen: 

  • Betriebs-Effizienz 
  • Effizienz der IT-Ausrüstung 
  • Effizienz der Rechenzentrums-Infrastruktur 
  • Einsatz von erneuerbaren Energien 

Der Forschungsansatz der Studie (Universität Stanford, Dr. Jonathan Koomey, IT-Experte für Nachhaltigkeit und Computer-Energie) ist die Bewertung und Gegenüberstellung von Lebenszyklen aus lokalen und Cloud-IT-Diensten. Die Analyse verwendet ein quantitatives Modell zur Berechnung von Energieverbrauch und CO2-Emissionen. Basierend auf den Grundsätzen der Gasbilanzierung aus dem World Resources Institute (WRI), dem World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) und dem Product Life Cycle Standard werden IT-Anwendungen, Rechen- und Speicherressourcen in der Microsoft Cloud und in gleichwertigen lokalen Bereitstellungen analysiert.  

Ergebnisse der Studie:  „Kohlenstoff-Vorteile von Cloud Computing“ 

Geringerer Platzbedarf mit der Microsoft Cloud: 

  • Die Energieeffizienz wird beim Wechsel von On Premise betriebenen Enterprise Rechenzentren in die Microsoft Cloud um bis zu 71 Prozent verbessert. Die spezifischen Einsparungen variieren je nach Service- und Bereitstellungsszenarien. Die größte Einsparung wurde bei der Auslagerung von kleineren Unternehmens-Bereitstellungen (<1.000 User) in die Cloud erzielt. Die Einsparungen resultieren aus effizienteren Betriebsabläufen und den genutzten IT-Infrastrukturen in der Microsoft Cloud-Umgebung. 

IT-Betriebseffizienz: 

  • Dynamische Bereitstellung: Die großen Skaleneffekte beim Cloud Computing aufgrund des kommerziellen Bereitstellens von Diensten ermöglichen die Dynamik im tatsächlichen Gebrauch von Ressourcen. Die benötigten Ressourcen passen sich also dem tatsächlichen Verbrauch automatisiert an. Speicherkapazitäten werden also von Beginn bis Ende des Lebenszyklus nicht über-provisioniert
  • Mandantenfähigkeit: In der Microsoft Cloud werden anders als in klassischen, lokal betriebenen Rechenzentren Server mit mehreren Benutzertypen und größerer Anwenderbasis dimensioniert. Das bedeutet, dass die Anwendermuster angepasst und ausgeglichen werden können. Daraus resultiert eine gleichmäßige und der tatsächlichen Nutzung entsprechende Lastkurve des Stromverbrauches. 

Effizienz der IT-Komponenten: 

  • Die Spezifikation und das Design der IT-Infrastruktur, die Microsoft mit seinen Partnern realisieren kann, bieten eine maximale Effizienz und profitieren von der Skalierbarkeit der Auslastung. Das reduziert den Stromverbrauch um noch mal mindestens 10 Prozent

Effizienz der Rechenzentrums-Infrastruktur: 

  • Der Betrieb von Beleuchtung, Kühlung und Strom-Konditionierung eines Hyperscale Rechenzentrums – in diesem Falle die Microsoft Cloud – sichert eine höhere Effektivität des Strombedarfes (PUE). Implementierte Überwachungstechnologien und innovative Lösungen tragen zu der kontinuierlichen Verbesserung des PUE um bis zu 19 Prozent bei. 

Erneuerbare Energien: 

  • Die Microsoft Cloud wird zertifiziert mit aktuell 95 Prozent grüner Energie betrieben. 

  

Was bedeuten diese Ergebnisse nun für die Verwirklichung einer nachhaltigeren Zukunft? Das erfahren Sie in Teil 3 der Blog-Reihe! 

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